Beiträge getaggtManufacturing
Dezentral koordinierte Produktionssteuerung
In produzierenden Unternehmen bringt die Auftragsabwicklung täglich unerwartete Situationen mit sich: z.B. geänderte Kundenbestellungen (in letzter Minute), Ressourcenausfälle (zum ungünstigsten Zeitpunkt), Probleme mit (an sonsten zuverlässigen) Lieferanten u.s.w. Die erste Anlaufstelle ist in solchen Fällen meistens eine Abteilung, die als Produktionsplanung, Disposition, Scheduling oder ähnlich bezeichnet wird. Doch die Aufgaben dieses Bindeglieds zwischen Produktion und dem restlichen Betrieb sollten überdacht werden, meinen Prof. Toni Wäfler und seine Kollegen an der FH Nordwestschweiz und der ETH Zürich. Sie beschäftigen sich intensiv mit dem Zusammenspiel von Mensch und Organisation in der Produktionsplanung und kommen zu dem Schluss, dass Planungs- und Koordinationsaufgaben in verstärkten Maß an die Produktionseinheiten delegiert werden sollten.
Heutige Strategie vieler Unternehmen: Eine zentrale Planung soll alles im Griff haben, und versucht alle Eventualitäten in ihren Plänen zu berücksichtigen.
Die Probleme dabei: (weiterlesen…)
Add comment 5. Januar, 2008
Dezentrale Produktion bei Trumpf Maschinen
Trumpf ist eines der Unternehmen Europas, das Lean Manufacturing wirklich umfassend und erfolgreich praktiziert. Die Umstellung von Standplatzmontage auf Fließfertigung ist wohl das plakativste Beispiel für den Wandel, den Trumpf in den vergangenen Jahren vollzogen hat. Die Erfolge sind weit über die Unternehmensgrenzen hinweg bekannt, nicht zuletzt aufgrund der Präsenz bei zahlreichen Veranstaltungen und Tagungen. Etwa beim Symposium Drehmoente.2007 am 15. Mai 2007 im Museum Arbeitswelt in Steyr, bei dem sich alles um erfolgreiche Produktionskonzepte drehte (Review im AC-quarterly Seite14).
Auf die Umsetzung anderer Aspekte wie Just in Time, One Piece Flow und Kaizen möchte ich nicht näher eingehen. Im Rahmen meiner Serie beschränke ich mich auf die dezentrale Produktion.
(weiterlesen…)
Add comment 17. September, 2007
Wozu brauchen wir überhaupt noch ein PPS-System?
In seinem Vortrag beim „Forum Produktion und Management 2007″ machte Prof. Helfrich keinen Hehl daraus, wie wenig er von gängigen ERP- und PPS-Systemen zur Produktionssteuerung hält. Seine provokante Aussage ist, dass es in vielen Fällen das Beste sei sie abzuschalten!Seine Thesen sind auch im Internet nachzulesen. z.B. findet sich in einer Publikation der FH München der Artikel „Organisation als Erfolgsfaktor“ in dem er recht moderat in seinen Aussagen ist, wenngleich er „Radikalität“ einfordert und zugibt:
„Wenige Manager sind mutig genug, diesen Schritt zu wagen. Es gibt dann auch kein zurück mehr zur alten Organisation. …“
Ein weiterer Artikel findet sich auf seiner Homepage, und der hat es wirklich in sich:
„Wenn Anspruch (Modell) und Wirklichkeit nicht übereinstimmen, umso schlimmer für die Wirklichkeit“ – dieses Wort von Marcuse gilt für das Konzept der PPS-Systeme ganz besonders.
zur Nettobedarfsrechnung, dem Kern jedes MRP-Systems:
Zerlegt wird der Kundenauftrag, die „Seele des Geschäfts“.
1 comment 28. August, 2007

